Ja, ihr habt richtig gelesen. Wir sind heute schon wieder mit einem Speedboot gefahren. Aber warum nur? Heute war kein Tauchausflug. Team Lamai ist in Ruhe zu zweit zur Mumie gefahren. Währenddessen sind wir mit dem Moped in die andere Richtung nach Bang Rak/Bo Phut zum Pier gefahren um nach Koh Phangan zu fahren. Wir haben uns gedacht, dass wir ja nicht komplett auf Koh Phangan verzichten müssen dieses mal. Morgens dachte ich erst, dass aus dem Trip nix wird, weil es etwas windig war und ich schon gelesen habe, dass es über Thailand recht monsunig sein soll. Merkt man hier aber nicht. Wir fahren tatsächlich mit einem Speedboot der gleichen Bauart wie die Tauchboote. Nur dass es in der Mitte Sitze gibt statt Flaschenhalter.

Die Fahrt geht schnell, nach ungefähr 20,30 Minuten legen wir in Baan Tai an. Von dort aus fahren wir mit einem Sammeltaxi nach Thong Sala, die Inselhauptstadt. Hier wollen wir direkt ein Moped mieten. Beim ersten Mopedshop erinnern wir uns: Beim Mopedmieten braucht man meistens seinen Pass. Mist, haben wir natürlich nicht dabei. Wie versuchens beim nächsten. Der sagt uns, dass wir ohne Pass eine Kaution von 5000 Baht zahlen müssen. Gut Ok, wir haben dann noch genug um Essen zu gehen. Er will auch eine Kopie vom Pass haben. Die habe ich zum Glück! 5 Minuten später brummen wir los in Riiiichtung: Happy Beach, Srithanu. Der Ort an dem wir vor *zählt* 9 Jahren für 2 Wochen waren. Wir fahren schön an der Beachroad lang und freuen uns total hier zu sein. Ich sehe schon, dass totale Ebbe ist.

Wir finden sofort unseren Strandabschnitt in Srithanu und müssen wie immer über eine Holzbrücke laufen. Es ist SEHR wenig los. Das Wasser ist flach, der Sand ist weich, die Sonne knallt. Wir haben das Wasser fast für uns. Es ist sehr flach und Pipiwarm. Stellenweise fast wärmer. Wir laufen etwas rein zu dem Riff, oder was davon übrig ist. Es war leider vor *zählt* 9 Jahren schon nicht mehr ganz frisch. Aber die als Wellenbrecher dient es noch und so sitzen wir in unserer Happy Beach Badewanne. Es ist richtig still, man hört das Meer und ein paar Insekten. Aber keine chillige Musik oder irgendwelche Restaurantgeräusche.


Irgendwann müssen wir raus. Die Sonne knallt. Und es ist bereits nach 12. Zeit fürs Mittagessen. Wir laufen nochmal an unserem Bungalow von vor *zählt* 9 Jahren vorbei und schwingen uns auf unser Moped. Weiter geht’s nach Haad Yao. Wir halten vorm Coco Locco und wir essen auch im Coco Locco.

Was früher mal ein kleiner Pizzaladen war ist heute ein Restaurant und Resort, sogar mit Pool. Sehr kinderfreundlich wie wir feststellen, denn im Pool herrscht Freibadatmosphäre. Vorbei ist es mit der Stille. Wir bleiben trotzdem. Das Essen ist lecker und während wir da sitzen steuern einige dicke Regenwolken auf uns zu.

Ich wäge heimlich im Kopf ab ob ich es eher gut oder eher schlecht fände, wenn heute kein Boot mehr zurück fährt und wir eine spontane Nacht hier hätten. Im Restaurant herrscht Hektik, Regenschutzwände werden runtergerollt, Tische und Bänke von draußen ins trockene gebracht, die Mitarbeiter haben nassgesprengelte Kleidung. Was für ein Stress. Wir gehen nach einiger Zeit raus und beschließen, dass wir langsam nach Thong Sala fahren. Die Straße sieht gar nicht so nass aus.
Die Straße ist schön leer, wir fahren ganz entspannt und zwischendurch kommt sogar die Sonne wieder raus. Schön. Auf Koh Samui hat es übrigens nicht geregnet. Wir waren eben auf der wilderen Insel.


Wir erreichen Thong Sala ganz unversehrt. Irgendwie ist es jetzt schon fast wieder 15 Uhr? Auf Koh Phangan vergeht die Zeit immer schneller. Wir geben das Moped ab und bekommen unsere 5000 Baht zurück. Dann kaufen wir uns ein Ticket für die 16 Uhr Fähre. Es ist 15:02 und wir haben die 15 Uhr Fähre damit verpasst. Na gut. Dann eine Stunde länger auf Phangan. Neben dem Pier wird schon der Weekend Market aufgebaut. Beginnt leider erst um 16 Uhr und wir wollen nicht länger bleiben. Müssen wir bis zum nächsten Mal warten.

Um kurz nach 4 legt die Fähre ab. Tschüss Koh Phangan, wir sehen uns bestimmt bald wieder. Die paar Stunden auf dir haben uns mal wieder schwer angefixt. Der Unterschied zu Koh Samui ist uns durch diesen Ausflug nochmal sichtbarer geworden. Am Pier heute morgen waren viele Leute mit Kindern, auf der Insel selber begegnen einem sofort mehr Leute mit Dreadlocks die offensichtlich einmal Yoga zu viel gemacht haben. Die Straßen sind schmaler, seltener und weniger dicht bebaut.


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