Gut ausgeruht wachen wir nun also wieder in einer Großstadt auf. Draußen auf der Straße beginnt schon der typische Straßenlärm. In Vietnam bedeutet das viel Mopedlärm. Das Überqueren der Straße müssen wir erst einmal wieder üben. Zum einen mussten wir das auf Koh Rong quasi nie machen. Und zum anderen ist das in Vietnam schon immer sehr speziell. Ab und zu gibt es Ampeln. Wenn nicht, muss man sich trauen. Am besten läuft man jemand anderem zügig hinterher.

Wir laufen morgens erst einmal zum Binh Tank Market. Eine Art Markthalle, in der zum einen Lebensmittel verkauft werden und zum anderen eine Menge Chinaramsch, auch Souvenir genannt. Der Lebensmittelbereich ist für die Locals. Hier. sind viele Vietnamesen und es ist nicht ganz so anstrengend eng. Man wird auch von niemandem penetrant angequatscht. Hier ist man wirklich sehr aufdringlich. Manchmal werden uns die Sachen vor die Nase gehalten.

Der Lebensmittelbereich
der Souvenirbereich

Uns wird es etwas zu anstrengend. Wir gehen erstmal zum Hotel zurück. Ich würde aber gerne noch etwas mehr sehen und gehe nochmal alleine los. Und lande gleich nochmal beim Mark. Na gut, schaue ich mich nochmal um. Vorher decke ich mich noch mit Mangostanfrüchten ein. Auf Koh Rong war die Früchteauswahl etwas begrenzt. Es gab Mangos, Bananen, Passionsfrüchte und Drachenfrüchte. Am Ende einmal Rambutan. Hier gibt es sehr viel Auwahl, einiges habe ich noch nie versucht oder weiß was es ist.

Später fällt mir ein, dass ich noch etwas brauche, also gehe ich ein drittes Mal in den Markt. Inzwischen kenne ich mich ein bisschen aus. Danach will ich noch zur Maniküre gehen. Ein bisschen die Sandschicht aus den Fingern hebeln. Ich muss etwas suchen, denn auf einmal ist alles besetzt. Dann werde ich von einer Frau angesprochen und dort ist Zeit. Wir gehen in ein Haus, laufen durch einen Laden, gehen 2 Stockwerke nach oben und stehen in einem Massageraum. Dort werden auch gerade 2 Männer massiert, der eine bekommt jetzt eine neue Masseuse, denn seine eigentliche ist jetzt für mich zuständig. Viele der Frauen sind etwas sehr leicht bekleidet. Naja wer weiß, was man hier noch alles für Angebote bekommen kann. Das Ergbnis ist aber zufriedenstellend.

ein Schuhputzer

Später gehen wir noch in einen Park. Auch in Laufnähe. Unser Hotel ist ganz gut gelegen. In dem Park ist es gleich etwas leiser. Es gibt Streifenhörnchen, Ratten, Mäuse und wir sehen einen Mini Frosch. Es gibt Fliegen, die größer sind. Als die Sonne langsam untergeht gehen wir wieder. Meine Augen brennen. Das ist jedes Mal so, wenn wir von einer Insel zurück in die Stadt kommen. Komisch, dass man nie bewusst wahrnimmt wie die Luft besser wird sondern nur die Verschlechterung mitbekommt.

Wir gehen in ein Restaurant bei unserem Hotel. Dort kann man auch Keramik kaufen. Vieles ist hier immer sehr kunstvoll dekoriert. Auch riecht es oft gut, wenn man zb ins Hotel kommt. Das Essen ist auch lecker. Ich esse Hühnchen und dazu frittierter Klebreis. Der Reis ist ja mal lecker. Mein Entdeckung für diesen Urlaub.

der Park
Geckos gibt’s hier auch
der Klebreis mit Pfeffer und Huhn

Beim Essen bemerke ich, dass ich noch Pfeffer kaufen wollte. In Kambodscha hatte ich leider keine Möglichkeit den Kampot Pfeffer zu finden. Dann muss es eben Vietnamesischer Pfeffer sein. Und wo bekomme ich den? Natürlich im Benh Than Markt. Also gehe ich am nächsten Tag ein viertes Mal dorthin und werde auch fündig.

Danach laufe ich noch ein bisschen durch die Nebenstraßen. Je länger man sich das alles ansieht, desto mehr Details kommen zum Vorschein. Auf einmal entdecke ich lauter kleine Straßenküchen an denen viele Vietnamesen essen. Manchmal muss ich aufpassen, dass ich nicht die Privatsphäre der Einheimischen verletze.

Später laufen wir noch ein Stück weiter. Ich wollte gerne noch zum alten Postamt und zur dahinter liegenden Bookstreet. Beim Postamt waren wir das letzte mal schon, aber nicht drinnen. Wir gehen rein und es ist halb Souvenirtempel und halb noch Postamt (zumindest sieht es aktiv aus). Also wieder halb Lokal, halb touristisch. Man kann hier viele Postkarten kaufen. An einem Stand steht ein Schild, dass man nicht vergessen soll zu bezahlen. Das passiert wohl ab und zu mal. Wir kaufen nix und suchen die Bookstreet, die sich genau dahinter befindet. Es ist Mittagszeit und wir setzen uns erstmal an eine Straßenküche und gönnen uns ne Suppe.

das Restaurant
das Essen

Die Bookstreet ist sehr schön. Hier gibt es einen Buchladen nach dem anderen. Es gibt gebrauchtes, auch ein bisschen Kunst und auch so Sachen wie Asterix oder Luky Luke auf Vietnamesisch.

Wir kaufen uns 1,2 Souvenirs und nehmen uns ein Taxi zurück zum Hotel. Das war ein schöner kleiner Ausflug. Von unserem Hotel aus kann man wirklich sehr gut viele Sehenswürdigkeiten erreichen. Es war eine gute Wahl. Und beim Frühstück gab es heute sogar auch gebackenen Klebreis.

Frühstück
2. Frühstück

Avatar von Maraike H.

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