Wir wachen gegen 6 auf. Bereits nachts war ich eine weile wach. Also ist heute immernoch ein recht müder Tag. Nach dem Frühstück testen wir den Pool aus. Es gab einen Schauer, aber inzwischen wird es etwas blauer am Himmel. Nach einer kurzen Pause machen wir uns auf den Weg nach Chinatown. Dort gibt es die Petaling Street. Hier kann man viel Ramsch kaufen. Drumherum gibt es auch viele Läden und Restaurants. Manches eher für Locals manche auch touristisch. Ich möchte aber woanders hin. Es gibt den Central Market. Eine Martkhalle mit vielen Ständen und kleinen Läden und auch Kunst. Ich suche also bei Maps einen Weg heraus und wir laufen. Dazwischen kommen wir an einigen Tempeln vorbei. Chinesische aber auch einem bekannten Hindutempel. Wir gehen in keinen hinein. Den chinesischen kennen wir schon und für den hinduistischen fehlt uns die richtige Kleidung.

Schön, dass wir das alles gesehen haben. Ich merke aber, dass ich nicht richtig geschaut habe bei Google Maps und wir in die falsche Richtung gelaufen sind. Der Jetlag bereitet uns gerade ein mächtiges Tief. Also gehen wir in ein nettes Restaurant und essen dort. Das war wirklich ein Umweg, der sich gelohnt hat. Und jetzt weiß ich auch wie wir laufen müssen.

Wir sind zwar ziemlich duch den Wind, aber ich will jetzt doch noch kurz in den Central Market. Es sind nur ein paar Minuten laufen. Und tatsächlich erreichen wir ihn. Er ist ganz nett drinnen. Es gibt schöne Läden mit Schmuck, Kosmetik, Papierkram. Aber nichts catched uns so stark, dass wir etwas kaufen. Draußen gibt es auch eine kleine Essensmeile. Na gut, zur Zeit sind wir satt. Wir nehmen uns ein Taxi zurück. Nach einer Runde im Pool ruhen wir uns aus und haben abends noch etwas spannedes vor.

Es gibt Dinge an denen ich nur schwer vorbeikomme in Großstädten und das sind Wolkenkratzer-Besucherplattformen. Wir kennen schon die Aussichtsplattform inklusive Glasboden vom Menara KL Fernsehturm. Heute dürfen es dann die Petronas Towers selber sein. Ich habe die Tickets dafür bereits vor mehreren Wochen gebucht. Das war schlau, denn als wir ankommen steht auf einem Schild, dass für heute alles ausverkauft ist. Es ist mir ein inneres Schulterklopfen. Zunächst fahren wir in den 41. Stock. Dort befindet sich die Skybridge. Also die Verbindungsbrücke der 2 Türme. Nach 10 Minuten geht es weiter in den 86. Stock. Quasi nochmal doppelt so hoch. Die Aussicht ist super. Es ist ein bisschen bewölkt, aber mir gefällt das. Hätte ich den Timeslot ein bisschen später gebucht, hätte das vielleicht auch sowas wie ein Sonnenuntergang werden können. Man hat einen tollen Blick auf die anderen Wahrzeichen: Den Fernsehturm und den noch sehr neuen Warisan Merdeka Tower. Er sticht durch seinen modernen Stil und seine lange Spitze sehr hervor. Viele andere Hochhäuser selber wirken eher etwas aus der Zeit gefallen. Die Petronas Towers sind auch lange nicht mehr das höchste Gebäude der Welt. Inzwischen nicht mal mehr das höchste von Kuala Lumpur. Aber sie sind immernoch beeindruckend. Vor allem ist man hier wirklich richtig hoch. Da gibt es kaum noch Etagen drüber. Bei einem Fernsehturm zb ist ja immernoch die lang Antenne, die man nicht betreten darf. Oder kann.

Nach etwas mehr als 30 Minuten ist der Spaß auch schon wieder vorbei. Ich bin zufrieden mit meiner Fotoausbeute. Ich weiß gar nicht wieviele Fotos ich schon von dem Menara Fernsehturm habe. Aber er dürfte eines meiner am meisten fotografierten Objekte sein. Auf dem Rückweg werden wir nochmal auf ein Verkehrsproblem aufmerksam, dass wir selbst aus anderen Ländern Asiens so noch nicht kennen. Es gibt zwar Fußgängerampeln, aber sie sind teilweise extrem schlecht geschaltet. Wir stehen an der Kreuzung vorm Hotel locker 5 Minuten an. Die Autoampeln wechseln sich immer wieder ab. Als die Nerven fast blank liegen wird auf einmal grün. Wir haben 20 Sekunden Zeit für 4 Spuren.

Gestern habe ich abends noch eine kleine Aufnahme von unserer Straß gemacht. Man sieht genau die „Kreuzung des Teufels“. Von oben betrachtet sieht sie ganz harmlos aus. Ich weiß nicht ob wir sie nochmal benutzen müssen.

Avatar von Maraike H.

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