Total pünktlich um 7 Uhr kommt unser Zug an. Ich hab ein bisschen darauf spekuliert, dass wir verspätet ankommen (hier beliebigen Deutsche Bahn Witz einbauen) um noch ein bisschen was von der Region vor Bangkok zu sehen. Aber kann ich vergessen. Wir sind schon im Rand von Bangkok als wir aufwachen. Durch den Zug laufen schon die Schaffner und sagen einem, dass wir bald ankommen. Bei aufgehender Sonne fahren wir in den neuen, sehr Sterilen Hauptbahnhof von Bangkok ein.

Draußen dann direkt ein Taxi gesucht. Ach wie angenehm. Kein im Gang stehen bis eine Tür aufgeht, kein Gepäckband rumlungern. Einfach raus und fast da sein. Trotz des wenigen Schlafes, könnte ich mich an das Zugfahren gewöhnen.

das dritte Fenster war unseres

Dem Taxifahrer sagen wir wohin wir wollen und er weiß sofort wo er uns hinbringen muss. Das bedeutet, wir haben uns ein bekanntes Hotel gesucht. Es ist nur ein paar Meter entfernt von unserem Hotel letztes Jahr, dem Oriental Heritage. Dieses Hotel musste der Fahrer damals suchen. Es war ein kleines, aber feines Hotel. Das diesjährige ist quasi das Gegenteil. Es ist das Shangri La Bangkok. Ein kompletter Luxusbunker direkt am Fluss und direkt neben dem berühmten Lebua at State Tower. Wir sind morgens gegen 8 da. So langsam erkenne ich die Einfahrt in diese Region der Stadt.

der Mahanakhon Tower und die Sonne

Im Shangrila wird uns sofort von einer Horde Mitarbeitern unser Gepäck abgenommen. Der Check in ist vermutlich der längste Check in, den es jemals gab. Wir stehen da also verschwitzt, ungeputzte Zähne mit unseren Inselklamotten und die Frau an der Rezeption lässt sich nix anmerken. Wahrscheinlich können wir gegen 12 ins Zimmer. Ok, also ab nach draußen. Ein kurzes Frühstück und dann,..ja wohin? Es ist kurz vor 9 und ich möchte unbedingt zum Amulettmarkt. Wir nehmen das Boot. Geht am schnellsten und ist preiswert. Nicht mal 100 Baht für uns 3. Wir fahren ungefähr eine viertel Stunde. Auf dem Chao Praya langfahren ist immer so toll. Man sieht die Stadt aus einem schönen Blickwinkel. Aus hohen Hoteltürmen werden immer mehr Tempel. Dann kommen wir an. Ich will vor allem nach diesen Ständen suchen, die eine große Auswahl an Massagebalsam verkaufen. Finde auch sofort einen, und noch einen, und noch einen. Ok eingedeckt.

Ein Traum für jeden Physiotherapeuten

Dann noch kurz über den Markt. Es ist halb 10. In einer halben Stunde macht das Icon Siam auf. Eines von Bangkoks riesigen Einkaufszentren. Also wieder zum Boot, und ein paar Stationen gefahren. Es ist irgendwie lustig, dass man erst auf dem lokalen Markt ist, dann für 50 cent in ein Boot steigt um dann in ein Luxus Einkaufszentrum zu steigen.

Eine Marktkatze
Der Wat Arun. Ein sehr schöner Tempel.

Nun also in diesen Konsumpalast. Die Einkaufszentren in Bangkok sind nochmal eine komplett andere Dimension. Es hat 9 Stockwerke und ist ein richtiger Irrgarten. Ganz unten befindet sich ein richtiger Foodmarkt mit Wasser und Deko usw. Ich kaufe mir eine Nudelsuppe für geschlagene 300 Baht. Wucher! An der Straße kostet sowas 60 Baht.

für diesen Ninja brauchte man sehr viel Zeit

chinesisches Neujahrsfest ist bald. Es kommt das Jahr der Schlange
ein Teil des Foodmarktes

Danach ist es bald 12. Dann dürfte das Zimmer ja langsam fertig sein. Also für 24 Baht insgesamt rüber auf die andere Flussseite. Im Hotel sollen wir in den 3. Stock fahren und dort dann in die Rezeption eines Seitenflügels gehen um dort dann unsere Schlüsselkarten zu bekommen. Wir fragen sofort eine Mitarbeiterin und sie führt uns mehrere Minuten lang durch die Gänge bis wir da sind. Was für ein Koloss. Nicht hässlich aber schon etwas protzig. Unser Zimmer ist dann ganz schön. Mit Flussblick. Ich schmiede schon Pläne für Fotos abends. Das Bett sieht sehr einladend aus. Wir schlafen jetzt 3 Nächte hintereinander an 3 verschiedenen Orten. Und die Zugfahrt wird leider nicht das unkomfortabelste gewesen sein. Darum ist es schön, nochmal in einem komfortablen Bett zu schlafen. Mit Schrecken stelle ich fest, dass morgen schon der befürchtete Tag ist. Ich habe es dieses mal wirklich gut verdrängt.

der Klops in der Mitte links ist das Icon Siam. Der gesamte. Sogar die Bootsstation heißt wie die Mall

Später checken wir den Pool aus und das Gym. Beides gut. Abends essen wir an einem Food Market direkt bei uns um die Ecke. Hier gibt es nochmal eine ganz andere Auswahl an Speisen als auf den Inseln. Oft wiederholen sich dort die Angebote in den Speisekarten.

Moschee und Luxushotel
direkt neben unserem Hotel
Links der Lebua at State Tower

Der Tower ist wirklich ein richtiger Koloss. Ich frage mich, was die Einheimischen zu diesem Gebäude sagen. Es ist ein reines Touristenobjekt und nimmt sehr viel Raum ein. Alleine für einen Cocktail auf der Sky Bar zahlt man locker 20 Euro. Und daneben sind Häuser aus Holz mit kaputten Brettern.

das Abendbrot. Ein rotes Curry mit Rind.

Abends beobachte ich die Sonne wie sie über dem Fluss Chao Praya untergeht. Aus den geschäftigen Transportbooten werden luxuriöse Dinner Cruise Boote mit laute Musik und viel Beleuchtung.

Avatar von Maraike H.

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