Ich sags, wie es ist: man kann nicht eine längere Strecke zurücklegen ohne, dass es ewig dauert. Egal welches Fahrzeug man wählt. Heute morgen um 8 Uhr wurden wir von unserem Taxi abgeholt, das uns nach Donsak an den Pier bringen soll. Ich hätte gerne ein Taxi gehabt, das uns bis zum Hotel gebracht hätte. Wollte aber keiner machen. Nun gut. Also Wecker stellen (igitt) und dann um 8 ins Auto schwingen. Wir sind recht gut durchgekommen und waren dann um 12 schon in Donsak. Die Fähre soll 14.30 Uhr abfahren. Tut sie aber nicht, schon während der Fahrt bekomme ich eine Mail, dass es erst 16 Uhr los geht.

Kein Problem. Ja, sind 4 Stunden warten, aber zum Glück kann man am Pier sitzen, warmes essen kaufen und sogar einen Spielplatz gibt es. Gegen halb 4 fährt endlich unsere Fähre ein. Gemütlich fahren wir 2,5 Stunden bis nach Koh Phangan. Endlich! Nach geschlagenen 8 Jahren sind wir endlich wieder hier. Das war nie unser Plan, aber jemand mit C am Anfang hat uns da einen ziemlichen Strich durch die Rechnung gemacht.

Es ist etwas bewölkt, aber ich mag das an Reisetagen, weil es sonst unnötig anstrengender wäre. Aussserdem mag ich einen leichten Tropenregen. Das ist was ganz anderes als wenn in Berlin alles im grau versinkt. Hier wird eben das ganze grün angefeuchtet.

Als wir am Thong Sala ankommen ist es leider schon dunkel. Unser Hotel hat uns zum Glück abgeholt und so fahren wir gemütlich durch die Insel. Nahe dem Pier ist es sehr voll. Es ist Samstag und da ist in Thong Sala, der Inselhauptstadt, immer Nachtmarkt, der natürlich gerade richtig los geht. Wir müssen bis nächste Woche warten. Kurz nach 19 Uhr kommen wir an unserer Unterkunft, dem Salad Buri Resort, an. Wir waren 11 Stunden unterwegs. Es ist immer das gleiche, es dauert immer ewig bis man tatsächlich dort ist.

Das Resort ist recht groß und ist an einen Hang gebaut. Von Der Rezeption aus werden wir mit einer Art Golfwagen zum Bungalow gefahren. Und der muss echt steil hochfahren für ein paar Meter. Ich sitze hinten und habe ziemliche Mühe mich festzuhalten um nicht herunterzurutschen. Krasse 2 Minuten.
Endlich angekommen. Jetzt verlassen unsere Reisetaschen erstmal nicht mehr diesen Ort für einige Zeit. Und ich weiß jetzt schon, dass es zu kurz sein wird. Unser Bungalow ist traditionell thailändisch eingerichtet mit viel dunklem Holz, schnörkeln und: nicht so vielen hellen Lampen. Die Asiaten haben zu Reizüberflutungen ein etwas anderes Verhältnis als wir. In manchen Unterkünften bekommt man einfach die volle Dröhnung Licht. Auch was Musik und das gleichzeitige Telefonieren mit Lautsprecher angeht sind sie oft total schmerzfrei. Ich würde alleine bei der Musik schon einen Schlaganfall bekommen.
Wir checken direkt das Restaurant aus, es befindet sich am Strand. Der wird morgen erkundet. Wir waren hier von 9 Jahren nur einmal sehr kurz. Schnell kam es uns so vor als wenn es hier etwas teurere Unterkünfte gibt. Ist auch so. Vermutlich haben wir sogar die teuerste erwischt. Ich hoffe, es wird sich lohnen.
Das coole, wenn man im dunkeln ankommt: man hat am nächsten Morgen eine Überraschung was den Ausblick und die Umgebung angeht. Ich finds wirklich toll, man guckt auf Pflanzen, Berge und das Meer. Einfach auf alles.


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